Risikopatienten identifizieren
Unerwünschte Krankeitsverläufe und -rückfälle sind heutzutage vielfach früh zu erkennen, wenn man die vorhandenen Daten nutzt. Für zahlreiche Risiken gibt es anerkannte Algorithmen, die Risiken identifizieren und helfen könnten Menschenleben zu retten.
In der Praxis ist die zeitnahe Überwachung von Parametern jedoch nur in bestimmten Situationen möglich und erfordert hohen manuellen Aufwand. Aber selbst in engmaschiger automatisierter Überwachung wie der Intensivstation erfolgen Analysen nicht für alle relevanten Möglichkeiten. Die benötigten Daten sind zwar vorhanden, liegen jedoch verstreut über Systeme, so dass sie für eine automatisierte Auswertung nicht nutzbar sind.
Mit der Caradigm Intelligence Platform können die relevanten Daten aus verschiedenen Subsystemen gesammelt und daraus in nahezu Echtzeit fortlaufend Scores errechnet werden. Wird dabei ein kritischer Schwellwert über- oder unterschritten, kann die Lösung automatisch einen Alarm, z. B. auf dem Pieper des diensthabenden Arztes oder eines Rapid-Response-Teams, auslösen oder die relevanten Patienten auf eine Arbeitsliste setzen.
Ein besonderer Fall ist die prospektive Analyse des Wiederaufnahmerisikos mit einem speziell von Microsoft Research entwickelten Algorithmus. Krankenhäuser sind mit dem System in der Lage, zur Entlassung anstehende Patienten in unterschiedliche Risikogruppen aufzuteilen, so dass sie Folgemaßnahmen auf die Hochrisikogruppe fokussieren können. Das Ziel ist, mit wenig Aufwand eine Reduzierung unerwünschter Wiederaufnahmen zu erreichen.
Zu den Anwendungen zählen
- Modified Early Warning System (MEWS) und ähnliche Warnsysteme
- Trigger bei fehlenden Risikoanalysen, z. B. für VTE
- Identifikation von Risiken durch Katheter
- Erkennung von Hochrisikopatienten bezüglich unerwünschter Wiederaufnahme
- Drohende Sepsis auf der Intensivstation
- Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT)
Und viele weitere medizinische Anwendungen

